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28.04.2020

News


Das Kinderhaus CAMINO bleibt mit Beschluss der Staatsregierung des Freistaates Bayern bis voraussichtlich 30.06.2020 geschlossen.

Der Ministerrat hat erneute Ausweitungen der Notbetreuung bei der Kindertagesbetreuung ab dem 25. Mai beschlossen. Die bislang bis zum 24. Mai 2020 geltenden Betretungsverbote wurden bis zum 14. Juni 2020 verlängert.

Betretungsgebot und Schutzmaßnahmen für die Betreuung in der Notgruppe:

Kinder und deren direkte Angehörige, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben, die an COVID 19 erkrankt sind und/oder Krankheitssymptome aufweisen und/oder Kontakt zu einer infizierten Person in den letzten 14 Tagen hatten und keine Symptome aufweisen dürfen das Kinderhaus CAMINO nicht betreten.

  • Das Kinderhaus Camino darf nur von einem Erziehungsberechtigten in der Bring- und Abholzeit betreten werden. Weitere Abholberechtigte oder andere Personen, egal ob sie zum Haushalt des Kindes gehören oder nicht, dürfen das Kind bis auf weiteres nicht abholen und das Kinderhaus nicht betreten. Nur in äußersten Ausnahmefällen und nur in Absprache mit der Kinderhausleitung können andere Vereinbarungen getroffen werden.
  • Die Erziehungsberechtigten müssen beim Betreten des Kinderhauses eine Schutzmaske tragen (selbst genäht, Schal oder ähnliches, die den Mund und die Nase bedecken.)
  • Der Mindestabstand von 1,50m zum pädagogischen Personal muss zwingend eingehalten werden.
  • Die Gruppenräume sollten nach Möglichkeit nicht betreten werden, bzw. der Aufenthalt im Gruppenraum muss auf ein Minimum beschränkt werden.
  • Die Übergabe des Kindes an das pädagogische Personal ist möglichst kurz zu halten. Tür- und Angelgespräche finden nur in dringenden Fällen statt.

Sollte das Hygienekonzept in der bestehenden Form bei der Erweiterung der Notgruppenbetreuung nicht mehr ausreichend sein und die gleichzeitige Anwesenheit an Personen im Haus (Bring- und Abholzeit) nicht mehr tragbar sein, müssen wir das Konzept an die Gegebenheiten anpassen. Eine Information darüber wird es dann zeitnah geben. Wir bitten um Verständnis.

Eine Notbetreuung wird aktuell angeboten, wenn

ein Erziehungsberechtigter

  • in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist

Folgende Berufsgruppen zählen zur kritischen Infrastruktur:

  • Gesundheit und Pflege
  • Kinder und Jugendhilfe
  • Öffentliche Sicherheit und Ordnung
  • Gefahrenabwehr
  • Öffentliche Infrastruktur/Energie/Wasser/Informationstechnik/Telekommunikation
  • Ernährung/Lebensmittel
  • Transport und Verkehr
  • Finanz- und Versicherungswesen
  • Medien
  • Staat und Verwaltung

Alle Informationen zur Notbetreuung können Sie auch auf der Seite des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales oder auf der Homepage des Kinderhauses nachlesen.

als Abschlussschülerin oder -schüler am Schulunterricht teilnimmt und aus diesem Grund an der Betreuung des Kindes gehindert ist

eine Alleinerziehende oder ein Alleinerziehender

    • erwerbstätig ist und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist
    • an einer staatlichen, staatlich anerkannten oder kirchlichen Hochschule immatrikuliert ist oder an einer Einrichtung studiert, die gem. Art. 86 Abs. 1 oder 2 BayHSchG Studiengänge durchführt, und aufgrund des Studiums an einer Betreuung des Kindes gehindert ist
    • eine in Studien- oder Prüfungsordnungen vorgeschriebene berufspraktische Tätigkeit verrichtet und aufgrund dieser Tätigkeit an einer Betreuung des Kindes gehindert ist
    • zu ihrer bzw. seiner Berufsausbildung mit oder ohne Arbeitsentgelt beschäftigt ist und aufgrund dieser Tätigkeit an einer Betreuung des Kindes gehindert ist

beide Erziehungsberechtigte

erwerbstätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in den jeweiligen Tätigkeiten an einer Betreuung des Kindes gehindert sind und einer dieser Erziehungsberechtigten aufgrund beruflich veranlasster Auswärtstätigkeiten regelmäßig den überwiegenden Teil der Woche nicht im gemeinsamen Haushalt übernachten kann.

Voraussetzung der Notbetreuung ist in allen diesen Fällen, dass das Kind nicht durch eine andere im gemeinsamen Haushalt lebende volljährige Person betreut werden kann.

Das bedeutet, dass das Kind in diesen Fällen insbesondere aufgenommen werden kann,

  • wenn der Partner oder eine andere volljährige Person aufgrund eigener Erwerbstätigkeit die Kinderbetreuung nicht übernehmen kann,
  • wenn der Partner oder eine andere volljährige Person zwar zuhause ist, aber bspw. aufgrund einer schweren Erkrankung die Betreuung nicht übernehmen kann.

Auch volljährige Geschwister können die Betreuung übernehmen, wenn sie zur Verfügung stehen.
Eine Notbetreuung wird daneben angeboten, wenn

  • die Betreuung eines Kindes zur Sicherstellung des Kindeswohls vom zuständigen Jugendamt nach den Regelungen des SGB VIII angeordnet wurde.
  • die Eltern des Kindes einen Anspruch auf Hilfen zur Erziehung nach den §§ 27 ff. SGB VIII haben: Gerade dort, wo schon vor der Corona-Pandemie auch unterhalb der Schwelle zur Kindeswohlgefährdung hoher Unterstützungsbedarf bestand, ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Damit hat der Kinderschutz insbesondere durch Unterstützung von Familien in Belastungssituationen auch in Corona-Zeiten oberste Priorität. Erforderlich ist ein entsprechender Nachweis der Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung nach §§ 27 ff. SGB VIII (Bescheid des Jugendamts bzw. Nachweis, dass ein Angebot im Rahmen der Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII in Anspruch genommen wird).
  • das Kind eine Behinderung hat oder von wesentlicher Behinderung bedroht ist: Ein Anspruch auf Eingliederungshilfe nach § 99 SGB IX zur Betreuung in einer Kindertageseinrichtung muss durch Bescheid gemäß § 120 Abs. 2 SGB IX festgestellt sein, eine Vereinbarung nach Teil 2 Kapitel 8 SGB IX zwischen dem Einrichtungsträger und dem zuständigen Bezirk geschlossen sein und Leistungen hieraus erbracht werden,

sowie für

  • Vorschulkinder: Berechtigt sind die Kinder, die zum Schuljahr 2020/21 zur Einschulung an einer Grund- oder Förderschuletatsächlich angemeldet  Nicht erfasst sind Kinder, deren Anmeldung zur Einschulung zum Schuljahr 2020/2021 bereits möglich gewesen wäre, aber nicht vorgenommen wurde, zum Beispiel, weil diese zurückgestellt wurden.
  • Geschwisterkinder von Vorschulkindern und Kindern mit (drohender) Behinderung, wenn sie in der gleichen Einrichtung betreut  Diese Kinder werden zwar mit dem Begriff „Geschwisterkinder“ umschrieben, auf ein Verwandtschaftsverhältnis kommt es aber ausdrücklich nicht an. Entscheidend ist, dass die Kinder in einem gemeinsamen Haushalt leben.
  • Schulkinder, an den Tagen, an denen sie den Unterricht vor Ort in der Schule besuchen: An Tagen, an denen die Schulkinder im Rahmen des „Lernens zuhause 2.0“ unterrichtet werden, ist der Besuch der Einrichtungen dagegen weiterhin auf die Kinder, die auch aus anderen Gründen die Notbetreuung besuchen können, beschränkt.
  • Die Schulkinder, die bis zum Beginn der Pfingstferien den Unterricht vor Ort in der Schule und an diesen Tagen den Hort bzw. die Kindertageseinrichtung wieder besuchen dürfen.

Schrittweise weitere Öffnung der Kindertagesbetreuung

Die Öffnung der Kindertageseinrichtungen erfolgt schrittweise, um die Auswirkungen der vorherigen Veränderungen abschätzen zu können und den Einrichtungen den nötigen Vorlauf zu geben.

Im nächsten Schritt der Ausweitung der Notbetreuung ist die Aufnahme von Krippenkindern, die am Übergang zum Kindergarten stehen sowie Kindern, die im Schuljahr 2021/2022 eingeschult werden sollen, vorgesehen. Dieser Schritt kommt ab dem 15. Juni 2020 in Frage. Parallel zum Schulbetrieb könnten zu diesem Zeitpunkt auch die Schüler der 2. und 3. Klassen an den Tagen, an denen sie den Präsenzunterricht besuchen, wieder in den Horten betreut werden.

Ab dem 1. Juli könnten dann voraussichtlich alle Kinder wieder regulär ihre Kindertageseinrichtung besuchen.

Ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen diese Ausweitungen möglich sind, hängt von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens ab.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung zur Betreuung zwingend erforderlich! Die Anmeldung kann immer nur bis spätestens Donnerstag für die kommende Woche erfolgen. Wir bitten um Verständnis, da auch wir die Dienstpläne an die gegebenen Situationen anpassen müssen und wir räumlich begrenzt sind, um möglichst kleine Gruppen nach Vorgabe des Landratsamtes zu gewährleisten.

Übernahme der Elternbeiträge durch den Freistaat

Die Übernahme der Elternbeiträge wurde nun, wie folgt, geregelt:

  • Eine staatliche Übernahme der Kindertagesstättengebühren ist für die Dauer von drei Monaten (April – Juni) beschlossen worden.
  • Eltern von Kindern, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen oder durch eine andere Form z.B. Vorschule/Hort die Einrichtung wieder besuchen, zahlen die Elternbeträge selbst, auch wenn die Anzahl der Buchungstage nur gering sind.

Wir werden aus diesem Grund alle Elternbeiträge an die momentane Situation anpassen und zum gegebenen Zeitpunkt einziehen. Dies setzt allerdings voraus, dass eine Anmeldung zur Notbetreuung/Betreuung zwingend erforderlich ist.

Die Anmeldung muss schriftlich per E-Mail stattfinden!

Hinweis: Die Schließung der Pfingstferien wird ausgesetzt. Bitte denken Sie an die frühzeitige Anmeldung. Kinder, deren Eltern in den Pfingstferien nicht arbeiten müssen, sind von der Notbetreuung ausgenommen. Vielen Dank!

Bei Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Sandra Reichardt-Gerhardinger – Leitung

Bad Aibling, den 27.05.2020

 

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